Wenn der Hund ein Mensch wäre

Ich liebe Hunde. Meine eigenen ganz besonders. Manchmal schaue ich sie an und kann kaum glauben, dass diese wundervollen Wesen zu mir gehören. Dieser Text ist mit einem Augenzwinkern gemeint.

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Hunde sind die besseren Menschen, oder? Hört man zumindest häufig. Dann gibt es dieses Zitat von Friedrich dem Großen: „Hunde haben alle guten Eigenschaften der Menschen, ohne gleichzeitig ihre Fehler zu besitzen.“ Irgendwie muss ich bei solchen Aussagen immer schmunzeln. Denn Leute, die so etwas behaupten, kennen Kalle nicht. Stellen wir uns mal vor, er wäre ein Mensch. Ein Mensch, der…

… den ganzen Tag faul herumliegt, während ich für unseren Unterhalt sorgen muss und meine ganze Freizeit damit verbringe, ihn zu bespaßen.

… jeden, der ihn beim Spaziergang freundlich grüßt, anschnauzt, er solle sich verziehen.

… jedem, der sich ihm trotzdem nähert, sofort eine runterhaut.

… versucht mich zu schlagen, wenn er sich über die Nachbarn ärgert.

… sich mit Vorliebe unappetitliche Dinge in die Haare schmiert.

… oder in den Mund stopft.

… mich am liebsten ständig kontrollieren würde, damit mir auch ja nichts zustößt.

… lebende Mäuse verschlingt, wenn man nicht aufpasst.

… eifersüchtig ist und mich gerne von allen anderen fernhalten würde.

… Katzen hasst.

Also Kleiner, sei froh, dass du kein Mensch bist. Du wärst hier schneller rausgeflogen, als du Pusteblume sagen kannst.

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Mein Hund ist kein besserer Mensch. Er ist überhaupt kein Mensch, und darüber bin ich heilfroh. Er ist ein Hund, der genau das tut, was in seiner Natur liegt. Er ist ein wundervoller Hund, mein Seelenhund. Weit entfernt davon, perfekt zu sein, genau wie ich.

Er liebt nicht bedingungslos. Sein Vertrauen und seine Zuneigung muss man sich verdienen.

Er stellt Fragen. Ob ich das wirklich ernst meine, und warum denn eigentlich.

Er urteilt nach dem Äußeren. Als kleine, zierliche Frau hat man es relativ leicht mit ihm, und als großer, kräftiger Mann sehr schwer. Außerdem ist er Rassist. Labradore mag er aus Prinzip nicht. Obwohl ich wirklich nette kenne.

Er kritisiert. Wenn ich Mist baue, zeigt er mir das, und das nicht immer auf die netteste Art.

Er ist kein Ideal, kein Spruch auf einer Postkarte. Er ist lebendig und wahr, er ist er selbst. Ein Miststück ist er manchmal auch. Aber ein sehr, sehr liebenswertes.

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Liebeserklärung, heute poetisch

Eine Liebeserklärung an meine artübergreifende Sozialgruppe, die im Folgenden vereinfacht als Rudel bezeichnet wird.

 

Rudelgedicht

Da habt ihr mich

Ganz eingerudelt

Mit wirbelnden Pfoten und wissendem Blick

Mit singenden Augen und tanzendem Schritt

Mit warmem Kopf auf meinem Knie

Mit weicher Stirn an meinem Bauch

Mit Gedanken, die so fremd

Und Gefühlen, so vertraut

So bin ich ihr

Und seid ihr ich

Und nur mit euch

Bin ich erst ganz

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Hundeleben im April

Ihre Monatsrückblicke werden langsam langweilig. Meiner Klientin, sie zu schreiben, und euch, sie zu lesen. Die Zahl der Aufrufe ist monoton fallend, ganze neunzehn hatte der letzte. Deshalb habe ich beschlossen, die Sache mal zwischen meine kundigen Zähne zu nehmen. Rückblick auf Hundeart.

Sie jammert. „Keine Brille“, nörgelt sie. Nichts sehe sie. „Keine Jacke“. Sie friere. Irgendetwas von wegen Schlafanzug und hoffentlich keine Nachbarn. Ich ziehe sie entschlossen weiter durchs Gestrüpp, auf der Suche nach dem perfekten Busch. Ich habe ganz genaue Vorstellungen von optimaler Größe und idealem Geruch. Kompromisse kommen nicht in Frage. So dringend ist es nun auch wieder nicht. So dringend, dass ich sie um fünf Uhr morgens durch Alarmbellen aus dem Schlaf reißen musste, wie ein Sirenenflummi jaulend vor der Tür hüpfen musste, das ja. Aber nicht so dringend, dass ich mit einem zweitklassigen Busch Vorlieb nehmen würde.

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Die Frau schaut meine Klientin an und fragt sich wohl, ob sie das ernst meint. Meine Klientin lächelt nicht, denn sie meint es ernst. Dann kommt Bewegung in die Sache. Ein Hund wird hektisch eingefangen und angeleint. Der tue nichts, ist behauptet worden. Offensichtlich inkorrekt, denn er tat etwas. Nerven zum Beispiel. „Meiner schon“, hat sie korrekterweise erwidert. Atmen zum Beispiel, in die Luft schauen, oder auch Nervensägen anknurren. Das braucht sie aber gar nicht weiter auszuführen, denn schon sind Frau und Hund verschwunden. Diese beiden Worte sind wirklich eine Zauberformel.

Sie jammert schon wieder. Dieses Mal nicht wegen mir. Sie hat vorhin Brennnesseln gepflückt. Sie in ihre Tasche gesteckt. Dieselbe Tasche, in der sonst das Handy ist. In die sie gewohnheitsmäßig ständig hineintastet, um zu kontrollieren, dass das Handy noch da ist. Es war nicht ihre beste Idee.

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Es ist einer der Anderen. Er guckt. Er provoziert mich! Da hat er sich mit dem Falschen angelegt! Ich lasse meine messerscharfen Zähne blitzen, grolle furchterregend, stürze los. Knalle gegen das Fahrrad meiner Klientin. Sie flucht. Ich humpele winselnd auf drei Beinen. Sie hört auf zu schimpfen. Untersucht mein Bein, findet keine Anzeichen einer Verletzung. Das ist kein Wunder, denn mit dem Bein ist alles in Ordnung. Das muss sie nur noch nicht wissen. Ich lasse mich eine Weile trösten. Dann kann es weitergehen. Ein bisschen schneller bitte, ja?

„Leinenphobie“, erklärt sie mir. „Das ist mittlerweile zur Volkskrankheit geworden.“ Sie drehen um, gehen andere Wege, kämpfen sich durchs Unterholz, sie schleudern Bälle oder winken mit Futter, um ihre Hunde abzulenken (erfolglos meistens). Alles, um zu vermeiden, mal kurz die Leine hervorzuholen, um an uns vorbeizugehen. Wir verstehen das nicht. Wir mögen die Leine. Wir haben einander gerne in der Nähe und die Leine ist eine Verbindung zwischen uns.

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Plötzlich bin ich frei. Flüchtender Feldhase direkt vor, Klientin liegt im Matsch, Leine weht hinter mir her. Der Jagdrausch hat mich gepackt. Die letzte richtige Jagd ist so lange her. Und nun, unverhofft, nichts mehr, das mich zurückhält. Niemand, der mich zurückhält. Keine Klientin. Ich bleibe stehen. Dann renne ich zurück, so schnell ich kann. Da ist sie. Sie streichelt mich, ich drücke mich an sie. Wann ist sie mir wichtiger geworden als Hasen? Das ist ja fast peinlich.

Und zu guter Letzt: Der Zwölftelblick im April.

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Trick: Rückwärts umrunden

Bei diesem Trick soll dein Hund einen Gegenstand rückwärts umrunden. Natürlich ist es hilfreich, dass dein Hund das Umrunden von Gegenständen (vorwärts) (eine Anleitung findest du z.B. bei Hundekind Abby) und das Rückwärtslaufen (z.B. bei Hundetage und Hundstage) bereits kann. Außerdem ist ein Markersignal (z.B. Klicker) eine große Hilfe.

Da es anfangs passieren kann, dass dein Hund gegen den Gegenstand läuft, sollte er möglichst rund und stabil sein (der Gegenstand, nicht der Hund). Keinesfalls darf er scheppernd umfallen oder scharfe Kanten haben, an denen sich dein Hund verletzen kann. Gut geeignet ist zum Beispiel ein Eimer mit schwerem Inhalt. Stelle den Gegenstand am besten so auf, dass er zu zwei Seiten durch Wände begrenzt ist, wobei genug Platz sein sollte, dass dein Hund sich nicht eingeengt fühlt. Außerdem sollte der Gegenstand zunächst bei jedem Training an derselben Stelle stehen. Im Folgenden werde ich das Umrunden gegen den Uhrzeigersinn beschreiben.

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Das Vorgehen:

  1. Schicke deinen Hund vorwärts (im Uhrzeigersinn) um den Gegenstand. So befindet er sich in der optimalen Ausgangsposition und hat den Gegenstand mit Sicherheit bemerkt.
  2. Lasse ihn rückwärts laufen, bis sich seine Schulter auf Höhe des Gegenstandes befindet. Laufe dabei langsam mit und halte genügend Abstand, sodass dein Hund sich nicht bedrängt fühlt.
  3. Führe deine rechte Hand außen am Hund vorbei. Belohne ihn, wenn er mit dem Kopf folgt, solange er sich sich dabei nicht vorwärts bewegt.IMG_20180404_182036[1]
  4. Bewege deine Hand weiter. Da dein Hund das Rückwärtslaufen bereits kennt, wird er sich hoffentlich rückwärts bewegen. Belohne ihn dafür.
  5. Bewege nun deine Hand langsam im Bogen. Belohne deinen Hund sofort, wenn er hinten „umschwenkt“. Achte dabei darauf, dass er nicht an den Gegenstand stößt.
  6. Führe deinen Hund auf diese Weise Schritt für Schritt rückwärts um den Gegenstand. Belohne ihn alle ein bis zwei Schritte. Du selbst kannst vor dem Gegenstand stehen bleiben und nur deinen Arm bewegen.IMG_20180404_182106[1]
  7. Sobald sich seine Schulter wieder auf Höhe des Gegenstands befindet, lasse deinen Hund erneut rückwärts laufen, bis er wieder auf Ausgangshöhe ist. Lobe und belohne ihn.
  8. Wiederhole Schritte 1-7 so lange, bis dein Hund das Prinzip verstanden hat. Um dein Signal für das gerade Rückwärtslaufen nicht zu „verunreinigen“, solltest du es so früh wie möglich ersetzen. Gib in Schritt 1 zuerst ein neues Signal deiner Wahl, danach das bekannte zum Rückwärtslaufen. Nach kurzer Zeit sollte dein Hund schon auf das erste Signal reagieren, sodass du das zweite weglassen kannst.
  9. Sobald dein Hund weiß, was du von ihm möchtest, kannst du beginnen, die Futtergaben zu reduzieren. Schließlich soll dein Hund nur noch an sechs Klickpunkten belohnt werden (siehe Abbildung).IMG_20180404_182103[1]
  10. Sind die Klickpunkte etabliert, kannst du nach und nach deine Hilfestellung abbauen. Vergrößere allmählich den Abstand zwischen deiner Hand und der Hundenase, indem du die Hand höher hältst. Schließlich deutet deine Hand die Bewegung nur noch in der Luft als Sichtzeichen an, der Hund bewegt sich zwischen den Futterpunkten selbstständig. Ein Halbkreis der Hand gibt sozusagen das Signal zum „Umschwenken“.
  11. Nun kannst du allmählich zurück bleiben, wenn dein Hund am Anfang rückwärts auf den Gegenstand zu läuft, sodass deine Distanz zum Gegenstand nach und nach größer wird. Irgendwann bewegst du dich nur noch vom Ausgangspunkt weg, um den Hund an den Klickpunkten zu belohnen (hier hilft der Klicker, um den Punkt auf Entfernung präzise zu bestätigen), und kehrst dann dorthin zurück.
  12. Sobald das gut funktioniert, werden die Klickpunkte abgebaut. Zögere die Klicks für Punkt 2 und 4 nach und nach etwas hinaus, bis sie mit Punkt 3 bzw. 5 zusammenfallen. Lobe deinen Hund dabei verbal, um ihm zu zeigen, dass er auf dem richtigen Weg ist, auch wenn der Klick kurz ausbleibt. Die Intensität des Lobs kannst du an deinen Hund anpassen: Ist er zögerlich, sollte deine Stimme ermunternd sein, ist er übereifrig, eher ruhig.
  13. So kannst du weiter vorgehen, um auch die übrigen Klickpunkte abzubauen. Zögere Punkt 1 hinaus, bis er auf Punkt 3 fällt, und Punkt 5, bis er auf den Endpunkt fällt. Bis schließlich Punkt 3 ebenfalls mit dem Endpunkt zusammenfällt, der als einziger übrig bleibt. Vergiss das verbale Lob und die Handzeichen zum „Umschwenken“ dabei nicht.
  14. Zum Schluss kannst du das Gelernte generalisieren, indem du zunächst mit verschiedenen Gegenständen und dann in wechselnder Umgebung übst.

Das Ergebnis kannst du dir hier als Video anschauen:

Von Chico, Listenrindern und dem Schutz menschlicher Tiere

Wir schreiben das Jahr 2000. Zwei Stiere, genauer gesagt Angus-Rinder, entkommen von ihrer Weide, laufen auf einen Spielplatz und attackieren ein Kind. Das Kind verstirbt an seinen Verletzungen. Untersuchungen ergeben, dass die Besitzer es wohl witzig fanden, die Stiere darauf abzurichten, wehende Tücher anzugreifen. Das T-Shirt des Kindes muss dieses Verhalten auch auf dem Spielplatz ausgelöst haben. Die Politik reagiert sofort. Alle Angus-Rinder werden zu Listenrindern erklärt, die Gesellschaft durch die Medien von ihrer Gefährlichkeit überzeugt. Die Haltung von Listenrindern wird in Zukunft hoch besteuert und ist nur noch unter Auflagen möglich.

18 Jahre später. Der Zuchtbulle Chico (ebenfalls ein Angus-Rind) tötet seine beiden Besitzer. Das Ereignis löst eine Welle der Solidarität und Bestürzung aus. Solidarität nicht für die Opfer, sondern für das Tier, das sie getötet hat. Bestürzung darüber, dass es aufgrund seiner Gefährlichkeit geschlachtet werden soll. Die Besitzer seien ja selbst schuld. Schließlich haben sie Chico nicht artgerecht gehalten. Er musste den ganzen Tag im Stall stehen und durfte nie auf die Weide. Kein Wunder, das der Arme ausgerastet sei, die Besitzer hätten den Tod doch verdient. Free Chico!

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Zum Ausgleich für das schwierige Thema gibt es heute heitere Frühlingsbilder.

Diese Geschichte ist offensichtlich absurd. Natürlich ist sie auch nicht wahr. Aber fast. Ersetzt man „Rind“ durch „Hund“, ist sie so ähnlich passiert. (Angus-Rinder sind übrigens die erste Rasse, die mir eingefallen ist. Mir liegen keine Hinweise auf eine gesteigerte Gefährlichkeit dieser Rasse vor. Nur um das klarzustellen.) Und auch die wahre Geschichte ist absurd.

Hunde sprechen uns emotional an. Viel stärker als beispielsweise Rinder. Das erklärt möglicherweise die stark emotionalen Reaktionen. Wo doch rationales Handeln viel eher angebracht wäre.

Bei Hunden neigen wir zur Vermenschlichung. Bis zu einem gewissen Grad ist das auch in Ordnung. Aber irgendwann wird es… absurd, wie gesagt. Überspitzt formuliert hat man nach dem Vorfall im Jahr 2000 reagiert, als hätte man es nicht mit einem Unfall, sondern mit dem Attentat einer Organisation zu tun gehabt. Und zwar einer, die nicht Teil des Rechtsstaates ist. Die Verschwörung der Kampfhunde. Plötzlich waren Hunde alleine wegen ihrer Abstammung verdächtig. Viele verloren alleine wegen ihrer Geburt Zuhause und Familie oder sogar ihr Leben. Wollte man seinen Hund behalten, musste man Auflagen erfüllen, erhöhte Steuern zahlen. Die Halter von Listenhunden fühlen sich diskriminiert, verständlicherweise.

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Eine diskriminierte, unverstandene Minderheit ruft Sympathien hervor. Menschen identifizieren sich. Die Stimmung schlägt ins andere Extrem um. Und plötzlich wird ein Hund zu einer Symbolfigur. Wird zum politischen Gefangenen. [1]

All das ist menschlich. Trotzdem müssen wir uns von Vorstellungen lösen, in denen wir uns selbst in Hunde projizieren. Wer einen erwachsenen Menschen respektiert, behandelt ihn nicht wie ein Kind. Wer ein Kind respektiert, behandelt es nicht wie einen Erwachsenen. Und wer einen Hund respektiert, behandelt ihn nicht wie einen Menschen.

Das hier habe ich in der Neuen Presse gefunden:

„Dass er sterben sollte, „stört das Gerechtigkeitsempfinden vieler Menschen, auch meins“, sagt Schwarzfeld. „In Deutschland gibt es keine Todesstrafe“, argumentiert er. „Sollen wir dann nicht auch Chico lieber lebenslänglich geben?“ „ [2]

Als ob es um Strafe und Gerechtigkeit ginge. Es ist ein Hund! Er ist nicht schuldfähig. Er kann keine Verantwortung übernehmen. Und er ist gefährlich.

Diese Vermenschlichung finde ich nicht richtig, aber doch irgendwie verständlich. Was ich nicht verstehe, sind die Wut und der Hass, die Chicos verstorbenen Besitzern entgegenschlägt. Denn auch wenn mich rücksichtsloses Verhalten, egal ob gegenüber Menschen oder anderen Tieren, traurig macht: Deshalb wünsche ich doch niemandem etwas Schlechtes. Hat mal jemand von diesen Leuten an die Angehörigen gedacht, die nicht „nur“ mit zwei Todesfällen, sondern auch noch mit irrationalen Anfeindungen zu kämpfen haben?

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Es gibt hier keinen Konflikt zwischen zwei Gruppen (Menschen und Tiere), in denen man Partei für eine Seite ergreifen könnte oder müsste. Es gibt uns menschliche Tiere und es gibt andere Tiere, für die wir die Verantwortung tragen. Wie Elena und Marie von Andershund schreiben: „In dieser Geschichte gibt es drei Opfer, zwei Menschen und einen Hund.“ [3]

Wie ein Weiterleben Chicos für ihn und diejenigen, die mit ihm umgehen müssen, bedeuten würde, wissen die beiden sehr viel besser als ich. Ich kann nur empfehlen, ihren Beitrag zu diesem Thema zu lesen.

Möchte ich also, dass Chico stirbt? Nein.

Halte ich es für notwendig? Ja.

Der Tierschutz hat hier für mich keine Grenze erreicht. Tierschutz hat keine Grenzen. Menschen sind Tiere. Und unsere Artgenossen. Wenn etwas also Menschen gefährdet, statt sie zu schützen, dann ist das kein Tierschutz. Ganz einfach.

Und wenn man wirklich helfen möchte, dann nicht, indem man irgendwelche Petitionen unterschreibt oder laut tönt, man würde Chico sofort aufnehmen. Die Tierheime sind voller „schwieriger“ Hunde, die gut in einen normalen Alltag integrierbar sind. Sie warten auf ein gutes, verantwortungsvolles Zuhause oder auch sachkundige Menschen, die, solange sie im Tierheim wohnen, mit ihnen spazieren gehen. Einrichtungen, die sich um nicht vermittelbare Hunde kümmern, benötigen finanzielle Unterstützung, um Hunde aufnehmen zu können, die andernfalls getötet werden (und die selbst nie jemanden getötet haben, nicht in den Medien landen und keine Petitionen bekommen).

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Und, um zu den anfangs erwähnten Rindern zurückzukommen: Sie und alle anderen sogenannten Nutztiere haben ebenfalls unseren Schutz verdient. Über unser Konsumverhalten können wir ebenfalls viel zum Tierschutz beitragen – gegen die Ausbeutung menschlicher und nicht-menschlicher Tiere. Richtig verstandener Tierschutz engagiert sich für alle Tiere. Nicht, blind für alle anderen, ausschließlich für Hunde.

Der Tierschutzgedanke wird stärker. Das ist gut so. Wir scheinen langsam zu begreifen, dass wir nur verlieren, wenn wir uns immer weiter von den anderen Tieren entfernen. Wir müssen nur noch eine Art ganzheitlichen Ansatz der Umsetzung finden. Tierschutz, der jedes Tier als das respektiert, was es ist. Egal, ob Mensch, Hund oder Schwein. Tierschutz, der Verantwortung übernimmt. Wenn wir aufhören, die Augen zu verschließen oder uns in Anschuldigungen gegen andere zu verlieren, sondern jeder Einzelne verantwortungsvoll handeln, bin ich zuversichtlich, dass wir es schaffen.

Nachtrag: Kurz nachdem ich diesen Beitrag fertig gestellt hatte, habe ich erfahren, dass Chico eingeschläfert wurde. Es war die richtige Entscheidung. Mögen alle drei Opfer Frieden finden.

 

[1] http://www.spiegel.de/panorama/gesellschaft/chico-aus-hannover-hunde-eine-liebe-die-alles-ueberlagert-kommentar-a-1202430.html, 16.04.18

[2] http://www.neuepresse.de/Hannover/Meine-Stadt/Er-soll-auf-einen-Gnadenhof, 16.04.18

[3] https://www.anders-hund.de/der-traurige-fall-chico/, 16.04.18

 

Der Blog hat Geburtstag

Heute ist ein besonderer Tag. Ein erster Geburtstag. Am neunten April 2017 ging mein erster Beitrag auf diesem Blog online. Das ist nun ein Jahr her. Unglaublich, wie die Zeit vergeht.

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Das schönste Thema.
Angefangen habe ich, um zu schreiben. Über Hunde zu schreiben, weil Hunde natürlich das schönste und spannendste Thema überhaupt sind. Um meine Gedanken loszuwerden, zu sortieren und einfach, weil das Schreiben mir Spaß macht. Nach einem Jahr hat meine Freude daran nicht nachgelassen. Im Gegenteil, sie ist sogar größer geworden. Und das liegt an euch. Denn würde ich ohne Leser, ohne Rückmeldung in den „leeren Raum“ schreiben – ich hätte längst wieder aufgehört.

Begeistert bin ich von meinen Bloggerkolleginnen, vom freundlichen Austausch und von eurer Hilfsbereitschaft und natürlich von euren eigenen Blogs. Ich habe so viel von euch gelernt.

An dieser Stelle könnte ich nun weiter auf das letzte Jahr zurückblicken. Fast habe ich den Eindruck, dass ich auf diesem Blog ständig zurückblicke. Deshalb möchte ich heute stattdessen mal nach vorne schauen.

Wie geht es weiter? Nun, so ähnlich wie bisher, denke ich. Ich schreibe, was mir in den Kopf kommt. Nach wie vor werde ich euch keine professionellen Ratschläge zur optimalen Hundehaltung geben können. Ich werde weiterhin versuchen, so ehrlich und nah an unserem Leben wie möglich zu berichten. Nicht jeder Text wird einen Mehrwert haben, und keiner den Anspruch auf die vollständige und einzige Wahrheit (was immer das ist). Ich hoffe sehr, dass ich trotz anstehender Masterarbeit weiterhin die Zeit haben werde, in gewohnter Regelmäßigkeit zu bloggen. Noch mehr hoffe ich, dass ihr weiterhin dabei seid, lest, kommentiert, uns begleitet. Ich freue mich wahnsinnig auf das nächste Jahr des Bloggens mit euch!

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Auf zu neuen Abenteuern!
Obwohl ich schon einige Ideen für neue Themen habe, ist noch vieles offen. Habt ihr irgendwelche Wünsche oder Vorlieben? Mehr (oder weniger) Hundegeschichten, Lustiges, Nachdenkliches, Alltag, Training, Trickanleitungen, Buchrezensionen, …? Spezielle Themenwünsche? Ich freue mich über jede Anregung!

Korrekturen in der Hundeerziehung

Das Thema dieses Beitrags ist möglicherweise ein wenig kontrovers. Es geht um Korrekturen (d.h. in diesem Fall ein Einwirken auf den Hund, das ein bestimmtes Verhalten unterbricht oder im Ansatz verhindert) in der Hundeerziehung. Erlaubt oder nicht erlaubt?

Meine Antwort auf diese Frage ist die folgende: Es kommt darauf an. Geht es um Konditionierung oder Kommunikation?

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Konditionierung bedeutet, dass ein vormals neutraler Reiz mit einem besetzten Reiz verknüpft wird. Wenn man seinem Hund etwas beibringen möchte, das er nicht von Natur aus beherrscht (z.B. sich auf ein bestimmtes Signal hinzusetzen), funktioniert das über Konditionierung. In diesem Fall ist jede Korrektur eine Korrektur zu viel! Bevor ich das weiter ausführe, möchte ich ein paar Begriffe klären.

Positve Verstärkung: Das erwünschte Verhalten wird durch Hinzufügen eines angenehmen Reizes bestärkt. Zum Beispiel gibst du deinem Hund ein Leckerchen, wenn er sich bei der Begrüßung hinsetzt, anstatt an dir hochzuspringen.

Negative Verstärkung: Das erwünschte Verhalten wird durch Wegnehmen eines unangenehmen Reizes bestärkt. Du siehst das Problem: Damit man diesen Reiz wegnehmen kann, muss er erst mal da sein. Siehe nächster Punkt.

Positive Strafe: Das unerwünschte Verhalten wird durch Hinzufügen eines unangenehmen Reizes bestraft. Zum Beispiel wirfst du einen Schlüsselbund neben deinen Hund, wenn er an dir hochspringt. Mal ganz abgesehen davon, dass es nicht nett ist, sich zu erschrecken, bringt dieses Vorgehen weitere Probleme mit sich. Denn wer sagt, dass dein Hund die unangenehme Erfahrung wirklich mit dem Hochspringen verknüpft – und nicht etwa mit der Tasche, die du in der Hand hast, oder gar mit dir selbst?

Negative Strafe: Das unerwünschte Verhalten wird durch Wegnehmen/Vorenthalten eines angenehmen Reizes bestraft. Zum Beispiel entziehst du deinem Hund deine Aufmerksamkeit, wenn er an dir hochspringt.

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In entspannter, freundlicher Atmosphäre lernt es sich am besten.
Lernen sollte immer durch eine Kombination aus positiver Verstärkung und negativer Strafe stattfinden. („Negative Strafe“ hört sich natürlich erstmal „negativ“ an – das ist vermutlich der Grund, warum dieser Begriff so selten benutzt wird, während man „positive Verstärkung“ an jeder Ecke liest.) Nur dann kann dein Hund in entspannter Atmosphäre lernen, Selbstbewusstsein entwickeln und sich selbst in das Training einbringen. Jede Korrekturmaßnahme dämpft die Motivation des Hundes und ist langfristig kontraproduktiv. Eine Ausnahme kann ein „Falschsignal“ sein, eine konditionierte negative Strafe [1]. So wie man einen sekundären Verstärker (z.B. den Klicker) trainieren kann, kann man auch ein Signal für „falsch“ konditionieren. Nach diesem Signal gibt es dann eben keine Belohnung. Es ist wie das „Kalt“ beim Topfschlagen und zeigt dem Hund, dass er noch nicht auf dem richtigen Weg ist. Das kann selbstbewussten Hunden helfen, schwierige Tricks zu lernen, ist aber nicht notwendig. Mia kennt beispielsweise eines, Kalle nicht, da er sich zu schnell verunsichern lässt. Es ist ganz wichtig, dass dieses Signal vollkommen neutral gegeben wird, um nicht in den Bereich der positiven Strafe zu kommen.

Also: Im Allgemeinen keine Korrekturen, wenn es um das Erlernen neuer Verhaltensweisen geht.

Aber das ist nur ein Teil der Wahrheit. Das Leben besteht nicht nur aus Konditionierung. Jedes intelligente Lebewesen kann konditioniert werden, Hunde aber verfügen zusätzlich über ein hochkomplexes Sozialverhalten. Und das kommt ohne Klicker aus! Jeder Hund weiß, was es bedeutet, wenn ein anderer ihn anknurrt. Hier habe ich schon mal einen Artikel über das Knurren und seine positiven Seiten geschrieben. Das Schöne ist, dass auch wir Menschen es nutzen können. Hunde erkennen Menschen als vollwertige Sozialpartner an – und wir können in ihrer eigenen Sprache mit ihnen kommunizieren. Die menschliche Entsprechung des Knurrens bezeichne ich hier als Abbruchsignal.

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Wichtig: Manchmal wird ein Signal, das über positive Strafe in Form von Schreckreizen trainiert wurde, ebenfalls als Abbruchsignal bezeichnet. Das meine ich hier nicht! Schreckreize haben in der Hundeerziehung nichts verloren. Warum ihre Anwendung keine gute Idee ist, erklären beispielsweise Julie und Bonnie in diesem Beitrag sehr gut.

Warum brauche ich ein Abbruchsignal?

Wir leben (leider) in einer Welt, die Hunde sehr einschränkt. Sie dürfen nicht jagen, ihr Revier nicht uneingeschränkt verteidigen, nicht die läufige Hündin des Nachbarn besuchen und nicht alles fressen, was ihnen unter die Nase kommt. Irgendwie müssen wir ihnen das verständlich machen. Und das geht am schönsten und einfachsten in ihrer eigenen Sprache. Natürlich kann man jedes Mal ein Alternativverhalten trainieren. Aber wenn man dein Hund jedes Mal, wenn er unerwünschtes Verhalten zeigt, ein alternatives Signal bekommt (Hier, Sitz, etc.), hat er nie die Chance zu lernen, was er eigentlich nicht machen soll. Im Gegenteil: Wurde das Signal wirklich rein über positive Verstärkung trainiert, wirkt es selbst als sekundärer Verstärker! [1] Dein Hund wird also das Verhalten, das er in diesem Moment zeigte, mit hoher Wahrscheinlichkeit wieder zeigen. Sofern die Belohnung attraktiv genug für ihn ist. Ist sie das nicht, ist er wohl eher genervt, weil du immer ausgerechnet dann rufst, wenn es gerade spannend wird…

Beispiel:

Jahrelang sprang Mia am Kaninchenzaun hoch und erschreckte die Kleinen dadurch. Jedes Mal ließ ich sie sitzen, um das zu verhindern. Gab ich das Kommando rechtzeitig, funktionierte es. War ich zu spät, sprang sie gegen den Zaun. Wenn sie saß, fand sie die Gesamtsituation ziemlich doof. Das teilte sie mir auch lautstark mit. Jahrelang war ich genervt von diesem Verhalten. Dann las ich „Wanja und die wilden Hunde“ von Maja Nowak [2]. Mir ging auf, dass ich ihr in all der Zeit kein einziges Mal mitgeteilt hatte, was ich eigentlich nicht möchte. Ich schob sie ein Mal körpersprachlich vom Zaun weg. Warnte sie noch zwei Mal mit einem Zischen, wenn sie sich wieder näherte. Seitdem ist dieses Thema erledigt. Das Schöne ist, dass ich ihr nicht vorschreibe, was sie tun muss („Sitz“). Es gibt eine bestimmte Sache, die sie aus gutem Grund nicht tun soll. Ansonsten kann sie machen, was sie möchte. Kein Frust, kein Gejammer mehr!

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Warum ein Zischen?

Einfach so. Deinem Hund ist das Geräusch vollkommen unwichtig. Da ich mittlerweile sehr vertraut mit meinen Hunden bin, benötige ich häufig gar kein Geräusch mehr. Ein Blick reicht aus. Am Anfang und in kritischen Situationen hilft ein Geräusch aber, sich zu fokussieren und die Aufmerksamkeit des Hundes auf sich zu lenken. Es sollte kein Wort sein, weil wir Wörter häufig leichtfertig gebrauchen und ins „Quasseln“ kommen. Ansonsten kannst du dir ein beliebiges Geräusch aussuchen. Ich verwende je nach Situation „Scht“, „Sssss“, „T-t-t“ oder Ähnliches.

Und was unterscheidet ein Abbruchsignal jetzt konkret von einem konditionierten Strafreiz?

Du. Auch ein Computer kann einen Hund konditionieren. Ein Abbruchsignal ist aber mehr als eine simple Reizverknüpfung. Dahinter stehst du mit deiner Überzeugung, deiner Körpersprache und Ausstrahlung. Dein Hund reagiert nicht darauf, weil er eine Strafe fürchtet, sondern weil du ihm glaubwürdig zeigst, dass er deinen Entscheidungen vertrauen kann. Das heißt, du musst selbst davon überzeugt sein, dass deine Entscheidung in diesem Moment richtig ist, und bereit sein, sie freundlich durchzusetzen. Beispielsweise durch Körpersprache oder mittels einer Schleppleine. Das Wichtige ist, dass du immer ruhig und liebevoll bist. Wirst du laut oder grob, wirkst du nicht kompetent. Du erkennst den Unterschied an der Körpersprache des Hundes: Während er auf Strafreize bzw. Zurechtweisung ängstlich beschwichtigend reagiert, bleibt seine Körperhaltung bei einem richtig gegebenen Abbruchsignal entspannt neutral.

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Gerade habe ich Futter geworfen und ihm durch einen Blick mitgeteilt, dass er nicht hinterherlaufen darf. Seine Körperhaltung bleibt aufrecht und locker.
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Zum Vergleich: Hier hat er sich gerade erschreckt, weil er gegen den Ast gestoßen ist und dieser sich bewegt hat. Seine Körpersprache ist ganz anders als oben: Er weicht zurück, dreht sich weg und duckt den Hinterkörper ab.
Weil man den Ablauf auf dem Bild natürlich nicht sieht, kannst du dir das (leider etwas verwackelte) Video vom Futter-Werfen auf Instagram anschauen. Die Leckerchen, die er nicht nimmt, habe ich durch einen Blick und Körpersprache zum Tabu erklärt. Kalle zeigt kein Beschwichtigungsverhalten. Würde ich Beschwichtigungssignale bemerken, wüsste ich, dass ich etwas falsch gemacht habe.

Muss ich dafür eine Führungspersönlichkeit sein?

Nein. Das weiß ich, weil ich selbst kein besonders selbstsicherer Mensch bin. Ich kann es trotzdem. Und dann kannst du es schon lange. Natürlich schadet ein bisschen Selbstbewusstsein nicht. Aber wenn du überzeugt bist, dass das, was du erreichen möchtest, das Beste für deinen Hund ist, kommt das von alleine.

Beispiel:

Oben hatte ich das Anspringen erwähnt. Hier würde ich kein Abbruchsignal verwenden. Einfach weil mir der Anlass nicht wichtig genug ist. Zwar möchte ich keine schmutzige Kleidung haben – aber dann ist er doch so süß und freut sich so und eigentlich meine ich es gar nicht so ernst. Wen stören schon ein paar Pfotenabdrücke? Ich löse das Problem, indem ich mich direkt auf den Boden setze. Dann muss er mich gar nicht erst anspringen.

Also ist das so eine Art Wundermittel und alle Probleme erledigen sich von selbst?

Obwohl in Fernsehsendungen manchmal dieser Anschein erweckt wird, ist es wohl nicht überraschend, dass dem nicht so ist. Ein Hund mit starkem Jagdtrieb wird das Jagen nicht lassen, nur weil du ihm ein paar Mal mitteilst, dass er es nicht soll. Du wirst trotzdem trainieren müssen und aufmerksam bleiben, wenn du ihn von der Leine lässt. Instinkte und tief verankerte Gewohnheiten lassen sich nicht einfach abgewöhnen. Auch heute noch muss ich Kalle bei jedem Pferdeapfel von Neuem erklären, dass er nicht in den Mund gehört. Und wenn er einen Feldhasen sieht, bin ich froh, dass er an der Schleppleine ist.

Beispiel:

Eines von Kalles Hauptproblemen sind bekanntlich Hundebegegnungen. Durch ein sanftes „Sch“ im richtigen Moment und Bogenlaufen sind Begegnungen an der Leine kein Problem mehr. Der Bogen ist hier übrigens entscheidend: Kalle hat ein Recht auf den Abstand, den er braucht. Würde ich ihm das verwehren, könnte ich nicht erwarten, dass er meiner Entscheidung vertraut. Ist der Weg zu schmal, bringe ich ihn so weit wie möglich an den Rand und stelle mich vor ihn, um ihn zu schützen. Ist der andere Hund nicht angeleint, verbiete ich Kalle das Bellen/Knurren nicht, wenn ich nicht sicher bin, dass ich den anderen selbst fernhalten kann. Wenn ich den Ablauf der Begegnung bestimmen möchte, muss ich dafür sorgen, dass Kalles Bedürfnisse durch mein Handeln erfüllt werden.

So viel zu diesem Thema von meiner Seite. Neben meinen Erfahrungen stammt das eingeflossene Wissen aus diversen Büchern, die du teilweise unten und vollständig in der Literaturliste findest. Wie denkst du darüber?

 

Literatur

[1] Theby, Viviane: Die Hunde-Uni, Kynos, 2008

[2] Nowak, Maike Maja: Wanja und die wilden Hunde, Goldmann, 2012

[3] Löckenhoff, Ursula: Dogwalk, Kosmos, 2017