Die bewegende, tief berührende Geschichte eines untalentierten Kamels fernab der Heimat

Kamel

Im Flussbett

Kann nicht klöppeln

Es möchte nach Hause

Langwierig

2017_48.17_zwei_lz | 365tageasatzaday
Graphik von ludwigzeidler.de

Siehst du, liebes Schwesterchen, ich veröffentliche unser Gedicht zu den abc.etüden tatsächlich. Dein Einfall mit dem Elfchen war wirklich grandios. Und das Kamel als Protagonist und Sympathieträger in diesem Werk ist geradezu ein literarischer Geniestreich von dir. Als genügsames Wüsten- und Lastentier, dem dank fehlender Daumen die Genüsse der Handarbeit versagt bleiben, passt es perfekt in die trostlose Atmosphäre des ausgetrockneten Flussbettes. Dies kann man durchaus als Metapher für die Entfremdung des Menschen von seiner Hände Arbeit betrachten, die trotz aller Sehnsucht nach Heimat in einer tiefen Heimatlosigkeit  resultiert. Dabei erscheint das Unterfangen, einem Kamel das Klöppeln beizubringen, langwierig, gleichsam aussichtslos. Hier müssen sicher Alternativen gesucht werden. Somit erhält der Text eine zukunftsweisende Richtung, die Raum lässt für eigene Kreativität und Lösungsansätze für eine schwerwiegende gesellschaftlich Problematik. In hundert Jahren wird jedes Kind im Deutschunterricht unser Elfchen behandeln. Bestimmt!

An den Leser: Ein Elfchen ist ein Gedicht aus genau elf Wörtern. Kennst du vielleicht aus der Grundschule. Der Rest ist ausgemachter Blödsinn. Erstaunlich, dass du bis hierher gelesen hast.

Advertisements

Katze!!!

Es ist eines unserer Codewörter. Möglicherweise eines der wichtigsten. Es bedeutet: Katze auf unserem Revier. Katzen gehören zu den Anderen. Allesamt.

IMG_20170524_141949[1]
Erst tun sie ganz lieb und nett
Sie bedrohen unsere Sicherheit. Besonders die meiner Miniklienten. Die Miniklienten sind klein, langohrig und wehrlos. Am Anfang dachte ich ja, das sei unser Fleischvorrat. Aber sie sind Frauchen wichtig, also müssen sie eine große Rolle im Plan spielen. Die Katzen haben es auf sie abgesehen. Wenn wir es zuließen, würden sie sie zu ihrem Vergnügen quälen. Das zu verhindern ist Teil meiner Mission.

IMG_20170524_142412[1]
…und klein und niedlich
Sie sind heimtückisch. Sie kommen angeschlichen, verborgen hinter Gebüsch. Sie laufen nicht auf dem Boden wie anständige Hunde. Sie laufen auf Mauern! Sie laufen feige dort, wo ich sie nicht erreichen kann!

Sie sind leise. Bellen und Knurren nicht. Sie operieren im Geheimen.

Sie haben keinerlei Ehre. Einem fairen Zweikampf weichen sie aus. Sie vergehen sich an Schwächeren, aber meiden die Begegnung mit echten Gegnern.

Wenn das Codewort erklingt, gibt es kein Halten mehr. Ich springe auf, rase durch die Tür, stürze mich nach draußen. Ich lasse mein bedrohlichstes Knurren hören und springe in meiner eindrucksvollsten Haltung am Zaun entlang. Die Katze rennt. Ich hoffe, sie kommt nie zurück.

IMG_20170524_142607[1]
…und zärtlich
Katzen sind schwach, weil sie alleine sind, während ich den Rückhalt meines Rudels habe. Weil sie für sich selbst agieren, während ich das große Ganze im Blick habe. Weil sie arrogant und egoistisch sind, während ich mich selbstlos für unsere Sicherheit aufopfere.

Ich tue, was ich tun muss. Mit Bedauern, aber mit der Gewissheit, dass es das Richtige ist.

Es wurde behauptet, dass ich Katzen verjage, weil es mir Spaß macht. Das ist eine Lüge.

IMG_20170524_142729[1]
… und planen dabei den nächsten Diebstahl
[Anm. d. Übersetzung: Dieser Artikel spiegelt die persönliche Meinung eines Hundes wider. Die Übersetzerin ist Antispeziesistin und distanziert sich ausdrücklich von jeglichen katzenfeindlichen Inhalten.]

Vor einem Jahr…

… habe ich meinen ersten Gastbeitrag für Issn‘ Rüde geschrieben. Eigentlich um meinem Ärger über Rücksichtslosigkeit ein bisschen Luft zu machen und ein paar Anekdoten über andere Hundebesitzer loszuwerden. Dabei habe ich dann gemerkt, dass mir das Schreiben ziemlich Spaß macht. Der Gedanke an eigenen Blog kam auf. Schließlich hat es erstmal noch ein Weilchen gedauert, bis ich diesen Gedanken umgesetzt habe. Ein weiterer Gastbeitrag, ein bisschen überlegen und planen. Eifrig andere Blogs lesen. Bis ich letzten April diesen Blog hier begann. So war das.

IMG_20171119_085109[1]

Heute also nur ein sehr kurzer Text. Und die Einladung, den oben verlinkten Beitrag zu lesen, wenn man möchte…

Konkurrenz

2017_47.17_zwei_lz | 365tageasatzaday

Der versucht sich doch tatsächlich an mein Mädchen ranzumachen, glaubt wohl, er könne ihr den Kopf verdrehen mit seinen blonden Haaren und seinem großspurigen Charme. „Lass deine dreckigen Pfoten von ihr, du verdammte Pissnelke“, brülle ich. Das Wort habe ich irgendwo aufgeschnappt und finde es außerordentlich beeindruckend. „Du Kacklilie, du Furzrose, du stinkendes Gänseblümchen“, setze ich nach. Ich kann mir keine schlimmere Beleidigung als einen Blumennamen vorstellen, außer vielleicht – „du Lavendelkatze“, triumphiere ich. Bam, das hat gesessen. Und wenn meine Klientin mich nicht zurückhielte, wenn ich nicht verpflichtet wäre, sie zu beschützen, sie niemals zu verletzen, dann würde ich diesen Aufschneider in Grund und Boden prügeln.

„Er hat dir gefallen, gib’s zu“, sage ich, während ich meine Kollegin gründlich beschnüffele. „Ach was“, schnaubt sie, „dieser kleine Krümel von Mops, nie im Leben.“ „Ganz genau, ein mickriger, jämmerlicher, kümmerlicher, krümeliger Krümel“, stimme ich zu und versuche, mir meine Erleichterung nicht anmerken zu lassen.

Ein Beitrag zu den abc-etüden. Die Graphik ist wie immer von  ludwigzeidler.de.

Hunde für die Seele

Das Thema der MiDoggy Blogparade für diesen Monat sind Seelenhunde. Nun habe ich ja schon das ein oder andere Mal darüber geschrieben, dass Kalle für mich mein Seelenhund ist. Ganz anders als gewünscht, genauso wie gebraucht. Deshalb war ich erst nicht sicher, ob ich an dieser Blogparade teilnehme. Tatsächlich ist dieses Thema aber für mich unerschöpflich. Ich hoffe, es langweilt euch nicht mittlerweile. Für diesen Text hat mich ein wundervoller Beitrag von Sandra von Dreipunktecharlie beeinflusst: „Charlie ist nichts von dem, was ich wollte.“ Dieser Text hat mich besonders berührt, weil es bei uns eigentlich genauso ist. Nur umgekehrt.

Ganz im Gegensatz zum Team „Lis und Sandra“ waren „Mia und Nora“ zurückhaltend, ruhig, konfliktscheu. Bemüht, immer alles richtig zu machen, am besten nicht aufzufallen. Während Sandra mit Lis auf Einbrecherjagd war, hätten wir uns wohl hinter dem Sofa versteckt. Und dann kam Kalle. Er ist ängstlicher als wir beide zusammen. Aber er zeigt seiner Angst die Zähne.

IMG_20171108_085852[1]
Schüchtern?
Kalle ist ganz und gar nicht konfliktscheu. Konflikte ziehen ihn magisch an. Nach unserer ersten heftigeren Auseinandersetzung war ich einigermaßen schockiert. Nicht nur weil meine vorletzte Hose zerrissen war (ich hasse shoppen und die Anzahl meiner gesellschaftsfähigen Hosen normalerweise zwischen zwei und drei), sondern weil ich befürchtete, unsere Beziehung habe sich dadurch verschlechtert. Es war nicht so. Unsere Verbindung war so eng und vertraut wie zuvor. Wir können streiten, einander furchtbar anfauchen, es ändert gar nichts. Eine Entdeckung.

Auch draußen: Wer ihm nicht passt, wird weggeknurrt. Und das ist fast jeder. Grundsätzlich würde ich diese Strategie nicht weiterempfehlen, sie erschwert das Leben schon ein wenig. Aber immerhin ist es authentisch, kompromisslos ehrlich. Weit weg davon, es irgendjemanden recht machen zu wollen. Und ich musste lernen, Nein zu sagen. Nein, der Hund wird nicht gestreichelt. Nein, er möchte nicht spielen. Nein, das muss ich nicht ausprobieren. Und nein Kalle, es wird niemand angebellt. Und Kalle nimmt mich ernst. Auch das ist eine Entdeckung.

IMG_20171026_160923[1]
Er kann also doch Freunde finden
Im Gegensatz zu Sandra wollte ich keinen Beschützer. Ich wollte einen freundlichen, fröhlichen Hund. (Eigentlich so einen wie Charlie. 🙂 ) Doch irgendwie habe ich mich daran gewöhnt, einen Bodyguard an meiner Seite zu haben. Wachsam, entschlossen, mutig; immer da, wenn ich ihn brauche. Mit der Tendenz zwar, es gelegentlich ein wenig zu übertreiben, doch absolut zuverlässig, wenn es darauf ankommt.

IMG_20171114_082145[1]
Er kann auch ganz albern sein
Und trotzdem, wäre Kalle nur das, würde ich womöglich sagen, dass wir nicht gut zusammen passen. Aber er ist noch viel mehr. Einfühlsam, witzig, sensibel. Er weiß immer, was ich von ihm möchte, meist bevor ich es sagen kann. Vor allem aber berührt er etwas in mir. Julia hat gefragt, was ein Seelenhund für uns sei. Und ganz genau das ist es, glaube ich, was Seelenhunde ausmacht. Dass sie uns berühren, einfach weil sie sie selbst sind. Weil sie sich nicht um unsere Erwartungen kümmern. Und weil sie uns so wahrnehmen und mögen, wie wir sind. Weil sie uns brauchen und dadurch Neues, Gutes in uns zum Vorschein bringen.

 

Fridolin

2017_45.17_zwei_lz | 365tageasatzaday

Sie sah sie nicht, so sehr sie sich auch anstrengte. Sie betrachtete das silberne Ahornblatt, blickte auf die kahle Stelle an der Wand und versuchte sich das Gefühl in Erinnerung zu rufen, wie sie sich mit der Kette um den Hals betrachtet hatte in dem Spiegel, der ihr mittlerweile unerträglich geworden war, sich vielleicht nicht schön, aber doch recht hübsch gefunden hatte. Die Schönheit des Anhängers war verschwunden, so wie alle Schönheit verschwunden war.  Langsam legte sie die Kette auf den Nachttisch zurück und ließ sich wieder auf ihr Kissen sinken. Sie hatte aufstehen wollen, hatte es wirklich versucht, wenigstens für ein Glas Wasser, doch schon der Weg in die Küche kam ihr wie eine Chinareise vor, unvorstellbar das momentan zu schaffen. Fridolin der Dackel, der zusammengerollt neben ihrem Kissen geschlafen hatte, krabbelte zu ihr herüber und leckte ihr Ohr. Er musste schrecklich hungrig sein, sie war die schlechteste Hundehalterin der Welt. Seine dunkelbraunen Augen blickten sie mit einer Wärme und Zuneigung an, die sie nicht im Geringsten verdient hatte. Und in diesem Blick sah sie – nicht die Schönheit zwar, doch eine Ahnung ihrer Existenz, als ob sie bloß irgendwo versteckt wäre, als ob sie sie irgendwie wiederfinden könnte. Plötzlich wurde ihr klar, dass sie für ihn nach China reisen und in die Küche gehen würde, um Futter in seinen Napf zu füllen, dass sie für ihn durch die Sahara wandern und nach draußen gehen würde, um ihn spazieren zu führen, und dass sie vielleicht, ganz vielleicht auch für ihn zum Mond fliegen würde, zum Telefon greifen und eine Nummer wählen und sich auf die Suche nach der verlorenen Schönheit machen würde.

Wieder mal im letzten Moment ein Beitrag zu den abc.etüden. Die Graphik ist von  ludwigzeidler.de.

Warum ich mich nicht durchsetzen möchte

Anfängerkurs Programmierung vor zwei Jahren. Mein Kommilitone neben mir hat ein Problem. Sein Programm läuft nicht. Er schimpft auf seinen Computer. Schon seit einer ganzen Weile. Das erscheint mir nicht als die erfolgversprechendste Methode der Problemlösung. Ich werfe einen Blick auf seinen Code und teile ihn mit, dass er in Zeile Weiß-ich-jetzt-nicht-mehr einen Fehler hat. (Ja, ich weiß, wie man sich beliebt macht.) Nachdem er den Fehler korrigiert hat, funktioniert es wundersamerweise.

IMG_20170523_080143[1]

Ein paar Wochen später. Ich möchte Kalle das Vorsitzen beim Apportieren beibringen. Normalerweise bin ich ein Freund von freiem Formen. Nun hat er aber sein Spielzeug zwischen den Zähnen, und wenn ich warte, bis er Sitz von sich aus anbietet, würde ihm schnell langweilig werden. Er würde mitsamt Spielzeug abhauen. Also gebe ich stattdessen das Wortsignal, sobald er vor mir steht. Er läuft drei Schritte rückwärts, schwenkt mit dem Hinterteil um, geht rückwärts ins Fuß und setzt sich neben mein Bein. Hm. Ich entferne mich von ihm, rufe ihn, sage „Sitz“, sobald er vor mir steht. Das gleiche Spiel. Nach dem dritten Mal bin ich kurz davor, ungeduldig zu werden. Seit wann heißt denn Sitz nicht mehr „Setz dich an Ort und Stelle“, sondern „Lauf erstmal woanders hin“? Da kommt mir die Situation im Programmierkurs in den Sinn. Ich werfe einen Blick auf den „Code“ meiner Signale und merke sofort, dass ich einen Fehler mache. Im Vorhaben, das Spielzeug aufzunehmen, bevor er es fallen lässt, beuge ich mich ein winziges bisschen nach vorne. Dadurch nehme ich den Raum vor mir ein. Er kann sich gar nicht mehr dort hinsetzen! Deshalb weicht er in das aus, was er kennt und was dem Geforderten aus seiner Sicht am nächsten kommt. Beim nächsten Mal achte ich darauf, meinen Oberkörper gerade zu halten und mein Gewicht etwas nach hinten zu verlagern. Nachdem ich meinen Fehler korrigiert habe, funktioniert es wundersamerweise.

Es passiert mir nur sehr selten, dass ich etwas auf Anhieb fehlerfrei mache. Es geht darum, die Fehler zu erkennen und zu korrigieren. Beim Programmieren und Rechnen ist das selbstverständlich. Auch beim Hundetraining sollte es so sein. Wenn etwas nicht funktioniert, sollte man doch zuerst bei sich selbst nach Fehlern suchen.

IMG_20171103_080358[1]

Unsere liebe Hundetrainerin sah das anders. Ich solle jetzt „ruhig mal wütend werden“, als Kalle das Platz verweigerte. Es gibt Dinge auf dieser Welt, die mich wütend machen. (So unfassbar wütend, das ich die ganze Zeit schreien könnte. Wenn es denn irgendetwas nützen würde.) Ein Hund, der sich gerade nicht hinlegen möchte, gehört nicht dazu. Das ist mir relativ egal. Ich werde ja auch nicht wütend, wenn er gerade keine Lust auf „Flummi“ oder „Winke-Winke“ hat. (Für ihn ist das eine so ernsthaft wie das andere. Tatsächlich habe ich noch niemanden so ernsthaft winken sehen wie meinen Hund…) Wenn man auch nur ansatzweise grob oder ungeduldig mit Kalle umgeht, zieht er sich in sein inneres Schneckenhaus zurück. Er dreht den Kopf zur Seite, sieht einen nicht mehr an und reagiert überhaupt nicht mehr. Dann hilft es, wenn man ihm Raum gibt, sich von ihm entfernt, ein bisschen herumalbert, hüpft, ihn freundlich ruft und sich freut, wenn er kommt. Es hilft logischerweise überhaupt nicht, noch ungeduldiger zu werden.

Warum sollte ich ersteres nicht machen? Weil ich ja „Platz“ gesagt hatte. Weil ich mich durchsetzen muss.

IMG_20170616_161421[1]

„Du musst dich durchsetzen.“ Wie oft habe ich diesen Satz als Kind gehört. Ich mochte ihn nie und mag ihn auch heute nicht. In der Schule sollte ich mich durchsetzen. Beim Sport sollte ich mich durchsetzen. Gegenüber den anderen Kindern sollte ich mich durchsetzen. Und erst recht gegenüber Tieren. Ich habe mich immer gefragt: Warum denn? Wenn mein Arbeitspartner bei einem gemeinsamen Projekt etwas anders machen möchte als ich, möchte ich doch seine Gründe verstehen. Vielleicht ist sein oder ihr Ansatz ja tatsächlich besser als meiner. Wenn mein Pferd einen bestimmten Weg nicht gehen möchte, hat das vielleicht einen guten Grund. Vielleicht lauert hinter dem nächsten Busch ja tatsächlich eine Gefahr. Und wenn mein Hund sich nicht hinlegen möchte, hat das vielleicht ebenfalls einen guten Grund. Vielleicht ist ihm der Boden unangenehm oder er fühlt sich in dieser Position angreifbar. Oder ich habe eben einen Fehler gemacht und ihm missverständliche Signale gegeben. Womit sich der Kreis schließt.

Und wenn es nun wirklich wichtig ist, dass er etwas tut oder eben nicht? Dann ist die Situation eine andere. Wenn ich verhindere, dass Kalle zu anderen Hunden läuft und sie anbellt, dann setze ich nicht mich durch. Ich setze ein Prinzip, einen Wert durch. Es geht hier um Rücksichtnahme, Respekt vor dem Freiraum der anderen und Verantwortung für Kalles Sicherheit. Damit habe ich keine Probleme. Was mich stört, ist dieses sinnentleerte Sich-Durchsetzen, dass im Grunde nur dem eigenen Ego dient.

In unserer Gesellschaft gilt Durchsetzungsfähigkeit als Stärke. Möglicherweise ist sie das bis zu einem gewissen Grad. Aber ich halte Selbstkritik und die Fähigkeit, Dinge aus der Perspektive meines Gegenübers zu betrachten, für wichtiger. Indem man es sich zugesteht, Fehler zu machen, gewinnt man an Freiheit. Indem man auf andere (egal ob Mensch oder Tier) eingeht, gewinnt man an Vertrauen. Man verliert nichts, wenn man sich nicht immer durchsetzt. Im Gegenteil.