The Mystery Blogger Award 2.0

Wir wurden schon zum zweiten Mal zum Mystery Blogger Award nominiert, dieses Mal von den Cavaliermädchen. Ganz herzlichen Dank an Doxa, Hayley und Darida, wir fühlen uns geehrt.

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Die Regeln und den ganzen Kram könnt ihr gerne in meinem ersten Beitrag hierzu nachlesen, jetzt habe ich keine Lust, es nochmal aufzuschreiben. Nur Okoto Enigma, die den Award ins Leben gerufen hat, verlinke ich nochmal brav.

Also zunächst wieder drei Dinge über uns:

  1. Mia steht nicht auf, um mich zu begrüßen, wenn ich nach Hause komme. Zum Gassigehen muss ich sie zweimal rufen. Aber wenn ich mich in die Nähe des Sofas begebe, springt sie sofort auf und steht vor mir. Es könnte ja sein, dass ich ihre Decke darauf lege und sie es sich dort bequem machen kann.
  2. Kalle entspannt sich (ganz hundeuntypisch), wenn ich ihn umarme. Ist er unruhig und kann nicht schlafen, lege ich mich neben ihn und ziehe ihn in meine Arme, wo er innerhalb weniger Minuten einschläft.
  3. Mein Herz schlägt ja für Mischlinge. Würde ich mir aber einen Rassehund aussuchen, wäre das ein Silken Windsprite.

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Doxas Fragen an uns:

Wenn du für einen Tag das Leben mit deinem Hund tauschen könntet, wie würde dieser Tag für dich aussehen?

Aufstehen, gekuschelt werden, spazieren gehen, frühstücken. Den Vormittag schmusend auf dem Sofa verbringen. Mittagsschläfchen, dann noch ein langer Spaziergang. Ein Nickerchen, buntes Unterhaltungsprogramm, währenddessen wird das Abendessen verzehrt. Kleine Runde schmusen, Nickerchen, Nachtisch in Form eines Kauartikels. Nickerchen, Abendkuscheln, schlafen. Hund müsste man sein.

Was liebst du am meisten an deinem Hund?

Mia: Ihre Freundlichkeit, Zuverlässigkeit und Unkompliziertheit. Dass man sie einfach mal irgendwohin mitnehmen kann, ohne Katastrophen zu befürchten. Wie sie das Näschen kräuselt, bevor sie mir einmal schnell und entschlossen über das Gesicht leckt. Wie sie beim Tauziehen knurrt, als würde sie gegen ein Rudel Wölfe kämpfen.

Kalle: Seine Wärme und Lebendigkeit, wie er Nähe sucht, sich über Kleinigkeiten freut und dauerschmust. Seine Empathie, wie er auf jeden meiner Gedanken, jede Gefühlsregung reagiert. Sein Vertrauen, seinen Mut. Wie er seine Nase in meine Hand oder seinen Kopf in meinen Bauch drückt, seine Pfoten auf mich legt, sich an mein Bein lehnt. Wie er an mich gekuschelt schläft.

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Gibt es etwas, das du an deinem Hund ändern würdest? Wenn ja, was wäre das?

Für Mia würde ich mir ein bisschen mehr von besagter Lebendigkeit wünschen. Falls sie sich über Dinge freut, zeigt sie das nicht so wirklich. Selbst in Erwartung von Futter ist sie eher ungeduldig als freudig. Für Kalle wünsche ich mir natürlich weniger Angst und mehr Selbstbewusstsein. Ein winziges bisschen besser mit anderen Hunden auszukommen wäre auch nicht schlecht.

Was ist dein momentanes Trainingsziel mit deinem Hund?

Mit Mia habe ich keines mehr. (Oder ist es ein Trainingsziel, wenn ich ihr beibringen möchte, Gegenstände rückwärts zu umrunden?) Und Kalle hat eben seine beiden Dauerbaustellen: Angst und Hundebegnungen. Erstere soll weiter abnehmen, letztere sollen noch entspannter werden. Insbesondere trainiere ich weiter das Anzeigen anderer Hunde, damit das wirklich zuverlässig funktioniert.

Warum bloggst du?

Oh, das ist alles Teil des Großen Plans. In Wirklichkeit ist der Blog nur Tarnung, um Geheimbotschaften mit Kollegen auszutauschen. Dass ich gerne schreibe und das mehr Spaß macht, wenn meine Texte gelesen und kommentiert werden, ich außerdem den Austausch mit anderen Bloggern mag, das ist alles nebensächlich.

Links zu meinen Beiträgen habe ich schon geteilt, nominiert habe ich auch erst und es waren jetzt ja auch schon so viele dran. Ich überspringe das mal. Wer Lust hat, darf  sich gerne mit meinen Fragen vom letzten Mal nominiert fühlen.

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Die dunkle Seite des Frauchens

Für die Blogparade von Aram und Abra habe ich über die Superkräfte meines Frauchens geschrieben. Das ist allerdings nur die halbe Wahrheit. Die Beiträge von Shiva und Moe haben mich darauf gebracht, auch über die Kehrseite zu berichten. Denn meine Klientin hat auch Anti-Kräfte. Das ist eigentlich geheim, aber ausnahmsweise berichte ich euch davon. Ich weiß ja, dass ihr mich nicht verraten werdet. [Okay, es hat ein bisschen gedauert, bis ich diesen Text veröffentlichen konnte. Er musste halt erst durch die Zensur. Die wirklich interessanten Teile hat Frauchen leider gestrichen…]

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Erster Punkt: Anti-Fotoaffinität. Sie weigert sich einfach, in eine Kamera zu schauen…
Anti-Leinenkoordination

Die Schleppleine ist lang. Das ist schön. Ich kann mich recht frei bewegen, während wir verbunden sind. Andererseits ist es auch unschön. Wegen des Knotenpotentials. Sie bleibt stehen. Entknotet, rollt auf. Ich warte. Dann geht es weiter. Ich laufe vor. Sie gibt Leine nach. Ich laufe hin und her. Sie bleibt stehen. Entknotet. So geht das die ganze Zeit. Noch spaßiger ist es, wenn meine Kollegin auch an einer Schleppleine läuft. Dann kann Frauchen auch die beiden Leinen untereinander verknoten. Irgendwann gibt sie auf und trägt ein Knäuel spazieren.

Anti-Speiseerkenntnis

Ich bin ein Raubtier. Wer daran zweifelt, kann gerne mit meinen Zähnen Bekanntschaft schließen. Raubtiere fressen Fleisch. Und kein Karotten-Rote-Beete-Brokkoli-Zucchini-Löwenzahn-Püree mit Hirse und Kokosöl! Würdest du das essen? Dachte ich mir. Mir füllt sie es in meinen Napf. Dann habe ich keine Wahl! Was dort landet, muss ich hinunterschlingen. Es könnte mir ja jemand wegessen und dann würde ich kläglich verhungern. Aber das heißt nicht, dass es mir schmeckt. Auf keinen Fall!

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… Keine Ahnung, von wem sie das hat.
Anti-Gravitationsresistenz

Grundsätzlich ist das ja eine gute Sache. Dank Gravitation bleiben wir schön sicher auf der Erde und fliegen nicht ziellos umher. Frauchen hat es mit ihr manchmal ein wenig schwierig. Sie hat einfach nicht genügend Beine. Sie schleppt ständig Dinge herum und immer zu viele auf einmal. Sie lässt sie fallen. Oder sie fällt selbst. Das erschreckt mich. Könnte sie nicht bitte ein bisschen aufpassen?

Anti-Teilfähigkeit

Leider ist Frauchen extrem futterneidisch. Nach eigenen Angaben kann sie es überhaupt nicht ausstehen, beim Essen von Blicken durchbohrt zu werden. Damit wir das nicht tun, gibt sie uns nie etwas bei Tisch ab. Sie mampft einfach ungerührt vor sich hin und ignoriert uns. Gemein ist das! Das Argument, wir hätten ja vor ihr unser Essen bekommen, lasse ich nicht gelten. Ich bin nämlich noch lange nicht satt. Selbst wenn ich auf Spaziergängen Futter finde, nimmt sie es mir wieder ab. Dabei will sie es nicht einmal selbst essen. Sie gönnt es mir einfach nicht. Stattdessen bietet sie mir langweilige eigene Leckerchen an. Die sind bei weitem nicht matschig genug und nicht einmal ansatzweise verwest. Manchmal nehme ich gnädig eines. Manchmal spucke ich es wieder aus.

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Anti-Streicheltreue

Und nun das Schlimmste. Manchmal tut sie es. Sie streichelt andere Hunde! Wie kann sie nur? Sie streichelt meine Kollegin. Dabei mag die das gar nicht so sehr. Natürlich versuche ich, mich dazwischen zu schieben. Ich schubse meine Kollegin einfach ein bisschen mit dem Hinterteil und drücke meinen Kopf an Frauchens Hand. Mia beschwert sich nie. Frauchen schon. Sie schiebt mich einfach zurück! Das ist so fies. Doch es kommt noch schlimmer. Sie streichelt sogar fremde Hunde. Wenn ich bei ihr bin, passe ich auf sie auf. Dann wagt sich kein anderer Hund in ihre Nähe. Aber manchmal ist sie ohne mich unterwegs. Wenn sie nach Hause kommt, rieche ich es an ihren Händen. Sie hatte Kontakt zu einem fremden Hund. Heimtückisch hinter meinem Rücken. Man hat es nicht leicht mit ihr.

Gesetzbuch des Schäterskys

Meine liebe Kollegin Shiva hat zu einer Blogparade aufgerufen. Sie hat Gesetze aufgestellt, an die sich ihre Menschen einfach nicht halten. Was soll ich sagen: Mir geht es genauso. Das hier sind nämlich meine persönlichen Regeln:

Futter

Futter ist mindestens sieben Mal am Tag zu servieren und muss zu mindestens achtzig Prozent aus frischem Fleisch wechselnder Sorten bestehen. Als Beilage werden Nudeln und Kartoffeln angenommen. Um die Essensaufnahme so schnell und einfach wie möglich zu gestalten, ist alles zu feinem Brei zu pürieren. Die Menge bestimme ich selbst.

Spaziergänge

Jeden Tag werden Spaziergänge in ausreichender Anzahl und Länge unternommen. Der Weg ist so zu wählen, dass jeglicher Kontakt mit Menschen, Hunden, Fahrzeugen, Insekten, Kletten, Dornen oder Zecken ausbleibt. Es ist dafür Sorge zu tragen, dass kein Wind weht. Richtung und Tempo bestimme ich. Das Frauchen hat auch ohne Leine immer in meiner Nähe zu bleiben. Alles Essbare, das während eines Spaziergangs aufgefunden wird, gehört mir. Die Definition von essbar bestimme ich alleine.

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Geeignete Umgebung
Reviergrenzen

Die Verteidigung der Reviergrenzen ist allein meine Aufgabe. Provokationen von Seiten des Nachbarhundes werden mit aller Entschlossenheit und in der gebotenen Lautstärke beantwortet. Für Sach- und Personenschäden, die durch unbefugtes Einmischen von Seiten des Frauchens entstehen, wird keine Haftung übernommen.

Wellness

Wellnessbehandlungen haben täglich zu erfolgen. Hervorzuheben sind hier alle Arten Massagen, insbesondere Bauch-, Ohren-, und Pfotenmassagen. Außerdem Bürsten, Zähneputzen und Krallenschneiden (wenn kein Schneidebedarf besteht, ist es erlaubt, das Schneiden bloß zu simulieren). Besonderen Wert ist darauf zu legen, dass sich keine Arten von Schmutz oder Pflanzenteilen in meinem Fell befinden. Um maximalen Glanz zu gewährleisten, ist mein Fell täglich mit Kokosöl einzureiben. Dabei nasche ich von dem Kokosöl, so viel ich möchte.

Training

Training findet nur im Wohnzimmer statt und nur, wenn ich gerade Lust habe. Es ist auf die Qualität der Belohnungen zu achten. Keinesfalls dürfen die Trainingsleckerchen von der Tagesration an Futter abgezogen werden. Eine Trainingseinheit besteht aus fünf Minuten üben, fünf Minuten spielen und einer Stunde schmusen.

Sicherheit

Welche Sicherheitsmaßnahmen zum Schutz des Frauchens ergriffen werden, unterliegt alleine meiner Verantwortung. Niemand betritt unser Revier ohne meine Erlaubnis. Ich alleine entscheide, mit wem das Frauchen spricht und wer sich ihr nähern darf. Um ihre umfassende Sicherheit gewährleisten zu können, ist es dem Frauchen untersagt, ohne meine Begleitung das Haus zu verlassen.

Schmusezeit

Jedwede Zeit, die nicht zur Erfüllung der oben genannten Punkte gebraucht wird, ist zum Schmusen zu verwenden.

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Wird die Schmusezeit nicht eingehalten, lege ich mich vor die Tür und weigere mich aufzustehen.
So einfach diese Gesetze erscheinen, ihre Umsetzung durch das Frauchen scheitert bis heute. Sollte sie sich nicht naher Zukunft bessern, werde ich sie vor dem Hundesgerichtshof verklagen. (Den gibt es tatsächlich. Habe ich in den Nachrichten gehört. Glaube ich.)

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Beweisfoto: Schaut mal, wie arm wir dran sind
Wie ist das bei euch? Halten sich eure Menschen an eure Gesetze?

Zauberorte [abc.etüden revisited]

Nach den Kommentaren gestern habe ich mir überlegt, dass ich vielleicht noch ein Gedicht zu den abc.etüden schreiben möchte. Weil ich Gedichte mag und ja kein literarischer Anspruch besteht. Und wie das mit Gedichten so ist: Kaum hat man sich entschlossen, womöglich eines zu schreiben, ist es auch schon da. Bitte sehr:

 

Zauberorte

 

Wo Suchende gehen,

Wo Gehende sehen,

Und Worte sich singen,

Wo Träume entstehen,

 

Sich Suchende fragen,

Sich Fragende wagen,

Sekunden verklingen,

Sich Monate jagen,

 

Dort denkst du, dass fragwürdig,

Dort fragst du, ob merkwürdig,

Dort merkst du, dass denkwürdig,

Dass Wunder geschehen.

 

Eintopfflucht [abc.etüden]

Mir ist ein bisschen langweilig. Okay, eigentlich muss ich noch eine Menge für die Uni lesen und Staubwischen wäre wohl auch nicht schlecht. Dazu habe ich aber gerade keine Lust. Gerade möchte ich etwas schreiben, etwas Anderes als sonst. Mir fallen die abc.etüden von Irgendwas ist immer ein, die ich seit einer Weile verfolge. Ich schaue mir Wörter für diese Woche an. Sie sind einfach, da gibt es viele Möglichkeiten. Ich beschließe, es einfach mal auszuprobieren.

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Was sind die abc.etüden? Jede Woche werden drei Wörter vorgegeben. Nun geht es darum, diese Wörter in einer Kurzgeschichte von maximal zehn Sätzen unterzubringen. Die Illustration dazu wurde von Herrn lz. (ludwigzeidler.de) erstellt. Diese Woche stammen die Wörter von Red Skies Over Paradise und lauten:

Monat,

fragwürdig,

gehen.

Da das hier ja ein Hundeblog ist, habe ich es mir zur zusätzlichen Bedingung gemacht, dass auch das Wort Hund vorkommt. Sonst würde der Text ja gar nicht hierher passen.

Ich muss zugeben, dass ich keine Erfahrungen mit Kurzgeschichten habe. Und dass die Anzahl der Sätze (und nicht der Wörter) beschränkt ist, ist für mich eine Herausforderung. Ich mag nämlich kurze Sätze. Manche Leute können Sätze schreiben, die sich mal eben über mehrere Zeilen schlängeln, in denen es von Kommata und Konjunktionen nur so wimmelt, ohne dass der Eindruck erweckt wird, hier sollte mal irgendwo ein Punkt stehen, doch zu diesen Leuten gehöre ich nicht, wie man merkt. Also trotzdem hier mein Versuch:

Es ging darum, zu gehen. Das Wohin war gleichgültig. Sie hatte versucht, es ihnen zu erklären. Hier schienen alle das gleiche Rezept zum Glücklichsein zu befolgen, Ehe und Arbeit, Haus und Auto, zwei Kinder und ein Hund. Das Ganze erschien ihr fragwürdig, geradezu lächerlich. Als ob das Glück ein Linseneintopf wäre. Mit jedem verstrichenen Monat war es stärker geworden, dieses Gefühl, es nicht mehr aushalten zu können. „Ich komme wieder“, hatte sie ihnen gesagt. Früher hatte sie nie gut lügen können. Sie wusste nicht mehr, wann sich das geändert hatte.

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The Mystery Blogger Award

Wir freuen uns wahnsinnig, für den Mystery Blogger Award nominiert worden zu sein. Lieben Dank an Sandra von Dreipunktecharlie, deren Beitrag ihr hier lesen könnt.

Als Erstes die Regeln, die von den englischsprachigen Initiatoren übernommen sind:

About The Mystery Blogger Award

This is an award for amazing bloggers with ingenious posts. Their blog not only captivates, it inspires and motivates. They are one of the best out there, and they deserve every recognition they get. This award is also for bloggers who find fun and inspiration in blogging and they do it with so much love and passion.

Okoto Enigma is the creator of the award. To motivate the Blogger please do visit her blog.

The Rules of the Award

  • Put the award logo/image on your blog.
  • List the rules.
  • Thank whoever nominated you and provide a link to their blog.
  • Mention the creator of the award and provide a link as well.
  • Tell your readers 3 things about yourself.
  • You have to nominate 10 – 20 people.
  • Notify your nominees by commenting on their blog.
  • Ask your nominees any 5 questions of your choice; with one weird or funny question (specify)
  • Share a link to your best post(s).

Als erstes also drei Dinge über uns:

  1. Das einzige Obst, das Mia mag, sind Äpfel.
  2. Das einzige Obst, das Kalle mag, sind Birnen.
  3. Ich mag jedes Obst, ausgenommen Grapefruit (sauer und bitter), Quitten (nur bitter) und Granatapfel (wie Trauben mit Kernen, nur ohne Trauben).

Und nun die Fragen, die Sandra uns gestellt hat:

Was glaubst Du, haben Du und ich gemeinsam (außer Bloggen)?

Die Liebe zu unseren Hunden auf jeden Fall. Wir haben beide zwei Hunde aus dem Tierschutz, eine ältere und eher eigenständige Hündin und einen jüngeren, anlehnungsbedürftigen Rüden. Charlie und Kalle sind jeweils nicht ganz das, was wir erwartet hatten, aber vermutlich genau das, was wir brauchen. Außerdem hast du geschrieben, dass du am liebsten immer alles richtig machen möchtest. Das geht mir auch so. Und deine Texte lese ich zum Teil deshalb so gerne, weil wir uns wohl über ähnliche Dinge Gedanken machen.

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Wie lautet der Titel des letzten Buchs, das Du gelesen hast?

Momentan lese ich „Nachtzug nach Lissabon“ von Pascal Mercier.

Deine größte Schwäche ist…?

Schwierige Frage. Nicht weil mir keine einfällt, sondern weil die Auswahl nicht ganz klein ist und ich nicht sicher bin, was davon die größte ist. Ich entscheide mich mal für folgende: Ich denke und plane zu viel. Das führt einerseits dazu, dass ich zu wenig rede. Ist nicht so einfach, aus dem Chaos in meinem Kopf allgemeinverständliche Sätze zu formen. Andererseits regt es mich dadurch auf, wenn Dinge nicht nach Plan laufen. Insbesondere wenn andere nicht planen oder sich nicht an gemeinsame Pläne halten.

Ronja Räubertochter oder Aschenputtel – welche Figur wärest Du im Märchen?

Obwohl ein Teil von mir gerne Ronja Räubertochter wäre, passt das Aschenputtel vermutlich besser zu mir. Ich bin eher eine Träumerin, zu brav und zurückhaltend. Statt in die Welt zu ziehen, bleibe ich dann zuhause, rede mit den Tauben und warte auf die gute Fee. 😉

Dein peinlichster Moment des Jahres 2017 ist…?

Nun ist das Jahr 2017 ja noch nicht vorbei. Wenn ich jetzt einen peinlichsten Moment küre, passiert morgen garantiert etwas noch Peinlicheres. 🙂 Ein möglicher Kandidat ist aber das Maulkorbtraining mit Kalle. Nach etwa einem Jahr Training ist er endlich so weit, ein paar Minuten mit Maulkorb spazieren gehen zu können. (Alles Unbekannte, das irgendwie an ihm befestigt ist, versetzt ihn in hellste Panik.) Bei unserer ersten Hundebegegnung mit Maulkorb bin ich mehr auf Kalle und Korb konzentriert als auf den anderen Hund. So etwas rächt sich bei Kalle sofort. Er explodiert so heftig wie schon lange nicht mehr. Die Leute gehen auf Abstand. Es sieht aus, als wäre ich mit einer Kampfmaschine von Hund unterwegs. Eigentlich ist der ganz lieb. Ich sage es nicht.

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Und nun geht es ans Nominieren. Zehn bis zwanzig sind ja ganz schön viele und Sandra hat schon einige nominiert. Ich habe mich also einfach mal entschlossen, eine Reihe von Blogs zu nominieren, die ich toll finde, unabhängig davon, wie bekannt diese sind. Deshalb sind einige dabei, die schon mehrere Awards hatten. Ich würde mich sehr freuen, wenn ihr trotzdem mitmacht. Es ist ja auch kein Liebster Award. 😉 Natürlich besteht aber keine Verpflichtung. Damit sich niemand benachteiligt fühlt, zähle ich sie mal in umgekehrt alphabetischer Reihenfolge auf (und hoffe, dass ich niemanden vergessen habe, der auch gerne nominiert worden wäre):

Wohlstandshund

Unser Hund Mia

Pfotenfreunde

Monstermeute und Zeuchs

Moe and me

Kaya Bordercorgi

Julie and Bonnie

Indianermädchen und Wildfang

Hundhoch3

Hundetage & Hundstage

Familienbande

Der fantastische Bud

Blickpunkt – Die Freiheit des Denkens

Unsere Fragen:

Wenn dein zehnjähriges Ich dein heutiges Leben sähe, was würde es sagen? Wäre es zufrieden mit dir?

Das Gruseligste auf dieser Erde ist… ?

Du bekommst eine Reise zu einem Ort deiner Wahl geschenkt. Inklusive Hin- und Rückteleportation, sodass die Mitnahme deines Hundes/deiner Hunde kein Problem ist. Wohin geht es?

Was ist das größte Rätsel deines Lebens?

Wie nennt man bei euch das, was vom Apfel übrig bleibt?

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???
Schließlich soll ich meine besten Posts verlinken. Finde ich schwierig zu beurteilen. Ich zeige euch einfach mal diejenigen, die am meisten gelesen wurden:

Klientin allein unterwegs

Trick: Humpeln

Hundeliebe: So war das eigentlich nicht geplant

Trick: Aufräumen

Nachdem die letzte Trickanleitung doch einige Leser hatte, geht es nun weiter mit den Tricks. Dieser hier ist nicht allzu schwierig zu erlernen und sehr nützlich. Was gibt es Schöneres, als nach Hause zu kommen, festzustellen, dass die Hunde den Papierkorb ausgeräumt und den Inhalt im Wohnzimmer verteilt haben, sich auf die Couch zu setzen, „Aufräumen“ zu singen und zuzuschauen, wie sie das Chaos wieder beseitigen?

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Sehr praktisch
Du benötigst ein Spielzeug, das dein Hund gut greifen kann, eine Kiste und Leckerchen. Letztere sollten für deinen Hund so attraktiv sein, dass er das Spielzeug dafür fallen lässt. Wenn dein Hund apportieren kann, solltest du das entsprechende Signal hier nicht verwenden. Ich zumindest möchte, dass meine Hunde beim Apportieren vor mir sitzen und das Spielzeug festhalten, bis ich es nehme. Hier sollen sie etwas anderes tun. Was tut dein Hund, wenn du das Spielzeug ohne zusätzliches Signal wirfst? (Wenn dein Hund aus gesundheitlichen Gründen nicht rennen und abrupt stoppen soll, kannst du das Spielzeug natürlich auch legen, anstatt es zu werfen, und ihn an der Leine führen, falls er trotzdem hinrennt.)

Er bringt es zu mir zurück.

Optimal, setze dich neben die Kiste auf den Boden.

Er nimmt es auf und bringt es zu seinem Körbchen oder an einen anderen sicheren Ort.

Nimm die Kiste und stelle sie an die Stelle, zu der dein Hund läuft.

Er spielt alleine mit dem Spielzeug.

Platziere die Kiste so, dass er mit hoher Wahrscheinlichkeit daran vorbei läuft. Du kannst das Spielzeug in eine Raumecke werfen, sodass die Möglichkeiten anderer Wege begrenzt sind.

Er nimmt es und frisst es an Ort und Stelle auf.

Hm. Nimm ein unkaputtbares Spielzeug und überlasse es deinem Hund so lange, bis es ihm langweilig wird. Dann gehe zum nächsten Punkt.

Er interessiert sich nicht dafür.

Gehe mit ihm zum Spielzeug. Belohne zuerst Interesse, dann Berührung mit der Schnauze, dann Aufnehmen, Tragen. Animiere deinen Hund, dir zu folgen und gehe mit ihm zur Kiste.

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Am Ende soll das Spielzeug in der Kiste landen
Wie auch immer, nun sollte dein Hund sich samt Spielzeug grob in Richtung Kiste bewegen.

  1. Ziehe in Gedanken einen Kreis um die Kiste. Sobald der Hund den Kreis betritt: Bestätigung und Belohnung. Um das Leckerchen zu fressen, muss der Hund das Spielzeug notwendigerweise fallen lassen. Betritt der Hund den Kreis nicht, solltest du ihn größer wählen (den Kreis, nicht den Hund).
  2. Wirf das Spielzeug erneut und wiederhole das Ganze einige Male.
  3. Verkleinere den Kreis langsam. Wenn (und nur wenn) sich sein Kopf innerhalb des Kreises befindet, bevor er das Spielzeug fallen lässt, belohnst du deinen Hund. Wähle den Radius immer so, dass dein Hund in mindestens 80% der Versuche Erfolg hat.
  4. Schließlich bestätigst du nur noch, wenn sich Schnauze und Spielzeug direkt über der Kiste befinden. Um das Futter zu fressen, lässt dein Hund das Spielzeug fallen, sodass es hoffentlich in der Kiste landet. Übe dies so lange, bis es sicher klappt.

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    Fast
  5. Nun kannst du die Bestätigung langsam hinauszögern, sodass dein Hund erst das Spielzeug in die Kiste fallen lässt und danach belohnt wird.
  6. Zeit, ein Signal einzuführen.
  7. Das Gelernte wird generalisiert und eventuelle Hilfen werden abgebaut. Solltest du deinen Hund bisher begleitet haben, bleibst du nun schrittweise zurück. Variiere in kleinen Schritten die Position der Kiste, deine Position, die Art des Spielzeugs und der Kiste. Bitte nicht alles auf einmal, sondern nacheinander.

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    Geschafft
  8. Schließlich kannst du verschiedene Objekte auslegen und nacheinander aufräumen lassen. Es muss nicht nur Hundespielzeug sein, wobei du natürlich keine Gegenstände verwenden darfst, die dein Hund verschlucken oder an denen er sich verletzen könnte.
  9. Fertig ist deine persönliche Haushaltshilfe!

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